cbrn:atomar:taschenkarte_transportunfall
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| ===== Stichwörter ===== | ===== Stichwörter ===== | ||
| + | <WRAP hide> | ||
| + | Taschenkarten für den Radiologischen Notfall | ||
| + | KARTE 2 | ||
| + | |||
| + | UNFÄLLE BEIM TRANSPORT VON RADIOAKTIVEN STOFFEN | ||
| + | Radioaktive Stoffe werden auf unterschiedlichen Verkehrswegen | ||
| + | (Straße, Schiene, Flugzeug, Schiff) transportiert. Der Transport erfolgt | ||
| + | in Behältern, die eine Abschirmung enthalten. Die Behälter und | ||
| + | Fahrzeuge sind entsprechend gekennzeichnet, | ||
| + | |||
| + | Was sind die Gefahren? | ||
| + | Es kann zu einer äußeren Exposition von Personen kommen | ||
| + | Radioaktive Stoffe können in den Körper gelangen | ||
| + | Radioaktive Stoffe können durch eine Beschädigung des | ||
| + | Transportbehälters in die Umwelt gelangen | ||
| + | Bei Unfall mit Feuer oder Explosion: Verbreitung von radioaktiv | ||
| + | kontaminiertem Staub in der Umwelt, kontaminierte Oberflächen, | ||
| + | Einatmen von radioaktiven Stoffen | ||
| + | |||
| + | Was erwartet mich als Einsatzkraft? | ||
| + | Austritt von radioaktiven Stoffen aus dem Transportbehälter, | ||
| + | Kontamination meist auf das unmittelbare Umfeld des Unfallortes | ||
| + | beschränkt (Ausnahme: Feuer oder Explosion) | ||
| + | Durch den Unfall betroffene Personen können kontaminiert sein | ||
| + | Evtl. durch radioaktive Stoffe kontaminierte Wunden. | ||
| + | Ersteintreffende Einsatzkräfte: | ||
| + | Kontamination möglicherweise noch nicht bekannt | ||
| + | Das genaue Ausmaß der Kontamination zu ermitteln, braucht Zeit | ||
| + | Unsicherheit: | ||
| + | Messgeräten nicht nachgewiesen werden können | ||
| + | |||
| + | Taschenkarten für den Radiologischen Notfall | ||
| + | Copyright BfS, www.bfs.de/ | ||
| + | |||
| + | Wie kann ich mich als Einsatzkraft schützen und was ist zu | ||
| + | beachten? | ||
| + | Kontrolle Beförderungspapiere (Information zu radioaktiven Stoffen) | ||
| + | Gefahrenbereich absperren: wenn die Dosisleistung größer ist als 25 | ||
| + | Mikrosievert pro Stunde (µSv/h) oder Kontamination vermutet wird | ||
| + | Bei Feuer oder Explosion: Aufenthalts-/ | ||
| + | Einsatzkräfte gegen die Windrichtung vom Unfallort festlegen | ||
| + | Hinzuziehen von Fach- bzw. Spezialkräften für den Strahlenschutz | ||
| + | (z. B. für die Bergung des radioaktiven Stoffs/ | ||
| + | Rettung von verunfallten Personen aus dem Gefahrenbereich unter | ||
| + | Schutzkleidung soweit möglich (Selbstschutz hat Vorrang) | ||
| + | Tragen von Schutzausrüstung im Gefahrenbereich | ||
| + | Gefahrenbereich nur über eine Schleuse nach | ||
| + | Kontaminationsmessung und ggf. Dekontamination verlassen | ||
| + | Im Gefahrenbereich nicht essen, trinken, rauchen; keine Kosmetika | ||
| + | Strahlenquellen oder möglicherweise kontaminierte Gegenstände | ||
| + | nicht berühren / bewegen / öffnen / transportieren | ||
| + | Zeitkritische und lebensbedrohende Verletzungen: | ||
| + | unverzüglich an Arzt oder Ärztin oder Rettungsdienst übergeben | ||
| + | (lebensrettende Maßnahmen haben absolute Priorität) | ||
| + | Verletzung/ | ||
| + | Kontamination der Person kontrollieren, | ||
| + | soweit möglich entfernen, ggf. verbleibende kontaminierte Stellen mit | ||
| + | geeigneten Materialien bedecken. Danach Person an medizinisches | ||
| + | Personal oder Rettungsdienst übergeben. Kontaminierte Wunden | ||
| + | unverzüglich spülen und ärztlich behandeln lassen | ||
| + | Aufenthalt im Gefahrenbereich minimieren und schriftlich | ||
| + | dokumentieren | ||
| + | Nach einem Einsatz: Wenn eine gesundheitliche Gefährdung durch | ||
| + | Kontamination oder Strahlenexposition nicht ausgeschlossen werden | ||
| + | kann: Untersuchung durch ermächtigte*n Arzt/ | ||
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cbrn/atomar/taschenkarte_transportunfall.txt · Zuletzt geändert: von christoph_ziehr
